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Glossarbuchstabe K

Kanape

Kanape ist ein Akronym für "Kapitalstock zur Kalkulation der nachgelagerten persönlichen Einkommensbesteuerung" im Zusammenhang mit der sog. Riesterrente, um selbstgenutzte Immobilien in diesen Prozess aktiv mit einbinden zu können.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung soll einen Einblick in die Fähigkeit des Unternehmens geben, künftig finanzielle Überschüsse zu erwirtschaften, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und Ausschüttungen zu leisten. Hierzu werden Informationen über die Art, Zusammensetzung und Veränderungen der Zahlungsmittelströme des Unternehmens bereitgestellt. Die Kapitalflussrechnung zählt grundsätzlich nicht zu den Pflichtbestandteilen. Die Kapitalflussrechnung erfolgt in ihrer Darstellung meist dreigeteilt:
>>>Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
>>>Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
>>>Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit.
Für die Darstellung gilt der Stetigkeitsgrundsatz.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage muß von Kapitalgesellschaften gemäß § 272 Abs. 2 HGB gebildet werden. Auszuweisen sind im einzelnen:
>>>Der Betrag, der bei der Ausgabe von Aktien einschließlich von Bezugsrechten über
den Nennbetrag (siehe Nennwert) hinaus erzielt wird;
>>>der Betrag, der bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte
und Optionsrechte zum Erwerb von Aktien erzielt wird;
>>>der Betrag von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzuges für ihre Aktien leisten;
>>>der Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten.

KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz

Das seit 1998 bestehende KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich [48 KB] ) verpflichtet Aktiengesellschaften zur Durchführung eines angemessenen Risikomanagements. Ziel des KonTraG ist es, die Corporate Governance in deutschen Unternehmen zu verbessern.
Wenn dies gesetzlich auch nicht ausdrücklich erwähnt ist, gilt dies nach herrschender Meinung auch für große GmbHs und Genossenschaften. Die Geschäftsführung ist verpflichtet, alle Bedrohungspotentiale aufzuzeigen und entsprechende Gegen- und Präventivmaßnahmen im Sinne eines aktiven Risikomanagements einzuleiten. Das KonTraG hat seine Weiterentwicklung in Form des Transparenz- und Publizitätsgesetzes (TransPuG) [164 KB] gefunden.

Kontrahierungspolitik

Die Kontrahierungspolitik ist im Marketing der Überbegriff für die Teilinstrumente Preispolitik und Konditionenpolitik. Sie umfasst damit sowohl Entscheidungen über die Höhe des geforderten Preises oder über mögliche Preisdifferenzierungen als auch Entscheidungen über die Gewährung von Rabatten, die Kreditgewährung oder die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen.

Kosten- und Leistungsrechnung

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) dient der Erfassung der Kosten, die bei der Aufgabenwahrnehmung im Verhältnis zu den erbrachten Leistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes entstehen. Eine Zuordnung erfolgt dabei zu den verschiedensten Bezugsgrössen und ermöglicht individuelle und detaillierte Auswertungen. Die Kostenrechnung gliedert sich in die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Siehe auch Teilkostenrechnung und Vollkostenrechnung.

Kostenarten

Die Kostenarten beschreiben den bei der betrieblichen Leistungserstellung entstandenen Werteverzehrs in bestimmten Kategorien. Sie sind gegliedert nach der Art der verbrauchten Produktionsfaktoren in Personal-, Sach-, Dienstleistungs- und kalkulatorische Kosten.

Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung stellt einen Teilbereich der Kosten- und Leistungsrechnung dar und gibt an welche Kosten angefallen sind. Sie gibt Auskunft über
>>>die betragsmäßige Entwicklung einzelner Kostenarten während einer Abrechnungsperiode,
>>>über die Kostenstruktur der Organisationseinheit und damit
>>>über den Wert der in einem bestimmten Zeitraum verbrauchten unterschiedlichen Produktionsfaktoren.

Kostenremanenz

Kostenremanenz bezeichnet das Phänomen, dass die Kosten bei rückläufigem Personalbestand nicht proportional sinken, obwohl sie zuvor bei zunehmendem Personalbestand gestiegen sind. Die höheren Kosten werden als remanente Kosten bezeichnet. Grund ist, dass die Kostenanpassung an den Personalbestand aus wirtschaftlichen, rechtlichen oder politischen Gründen bei rückläufiger Beschäftigung entweder zeitverzögert oder grundsätzlich anders als bei Personalzunahme erfolgt.

Kostenstelle

Die Kostenstelle ist der Ort, an dem Kosten mit der zugehörigen Verantwortlichkeit entstehen. Kostenstellen sind nach funktionalen, organisatorischen oder räumlichen Aspekten abgegrenzte Leistungs- bzw. Verantwortungsbereiche, denen die von ihnen verursachten Kostenarten zugerechnet werden (Abteilungen, Gruppen, Sachgebiete etc.).

Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung ist ein Teilbereich der Kosten- und Leistungsrechnung. Ihr obliegt die Aufgabe, die anfallenden Kostenarten verursachungsgerecht den Kostenstellen zuzuordnen, um so deren Kosten zu ermitteln.

Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung ist Teilbereich der Kosten- und Leistungsrechnung, um die anfallenden Kostenarten verursachungsgerecht den Kostenträgern zuzuordnen, damit deren Kostendeckung festgestellt werden kann.

Kreditoren

Als Kreditoren werden Gläubiger aller Art bezeichnet. Sie bilden den Gegensatz zu den Debitoren.

KWG Kreditwesengesetz

Aufgrund der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Kreditgewerbes wurden für diesen Sektor besondere gesetzliche Regelungen im Kreditwesengesetz (KWG) [414 KB] erlassen. Ihre Hauptaufgabe ist die Sicherung und Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Kreditsektors. Somit unterliegen grundsätzlich alle Kreditinstitute diesen Vorschriften, auf deren Einhaltung die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank achtet.
Die zentralen Bestimmungen des KWG fordern von den Banken ein angemessenes haftendes Eigenkapital als Schutz für alle Gläubiger. Zudem muss die Vermögensanlagepolitik auf eine ausreichende Liquiditätsvorsorge achten, um die Zahlungsbereitschaft jederzeit sichern zu können. Anhand von festgelegten Grundsätzen kann festgestellt werden, ob diese Anforderungen auch erfüllt sind.
Des weiteren müssen Großkredite (Kredite, die 15 % des haftenden Eigenkapitals einer Bank überschreiten) der Bundesbank angezeigt werden. Alle Großkredite zusammen dürfen das Achtfache des Haftungskapitals nicht übersteigen, auch die sogenannten Millionenkredite sind grundsätzlich der Bundesbank zu melden.

 

 

Glossarbuchstabe L

 

Lamfalussy-Verfahren

Beschleunigtes Verfahren für den Erlass "technischer" Durchführungsvorschriften der EU für spezielle Bereiche des Kapitalmarktrechts, zunächst für die Regulierung der Wertpapiermärkte verwirklicht, 2003 auch auf den Banken- und Versicherungsbereich erstreckt.
Auf Level 1 verabschieden Europäisches Parlament und Rat EG-Rechtsakte in der Form von Richtlinien oder Verordnungen im Mitentscheidungsverfahren. Dabei einigen sie sich auf der Grundlage von Vorschlägen der Kommission über Art und Umfang von Durchführungsvorschriften. Auf Level 2 werden diese von der Kommission beschlossen, die sich hierbei auf die Stellungnahme eines regulierend Ausschusses stützt (Komitologie).
Auf Level 3 findet auch eine Konsultation eines aus Mitgliedern der nationalen Aufsichtsbehörden zusammengesetzten Ausschusses statt. Dieser soll zugleich die gemeinsame und einheitliche Anwendung des EG-Rechts in den Mitgliedstaaten sichern.
Auf Level 4 erfolgt die Durchsetzung des EU-Rechts in den Mitgliedstaaten. Zur Überwachung dieses Gesetzgebungsverfahrens wird eine Expertengruppe eingesetzt, der je zwei Vertreter des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission angehören.

Leipzig Charta

Die für Stadtentwicklungsfragen zuständigen Minister der Regierungen der 27 EU-Mitgliedstaaten haben am 24. Mai 2007 die "Leipzig Charta" unterzeichnet. Die „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“, so der volle Titel, enthält gemeinsame Grundsätze und Strategien für Stadtentwicklungspolitik und soll Grundlage für eine neue Stadtpolitik in Europa sein. Kernanliegen der Leipzig Charta ist der Ansatz einer integrierten Stadtentwicklung.

Die EU hat keine Kompetenzen im Themenfeld "Stadtentwicklungspolitik". Deshalb haben sich die in den EU-Mitgliedstaaten zuständigen Fachminister auch nicht als EU-Gremium getroffen, sondern protokollarisch korrekt in einem informellen Rahmen. Das Treffen von Leipzig steht in einer Reihe von ähnlichen Treffen früherer EU-Ratspräsidentschaften, so z.B. im Jahre 2004 in Rotterdam, damals wurde der Urban Acquis von Rotterdam beschlossen und im Jahre 2005 in Bristol mit dem Bristol Accord als Abschlussdokument. In Leipzig wurde nunmehr der Prozess einer europäischen Diskussion der Stadtentwicklung mit der Leipzig Charta fortgesetzt.

Die Leipzig Charta enthält zwei Empfehlungen und zu jeder Empfehlung mehrere Handlungsstrategien. Die zuständigen Fachminister aus den 27 EU-Mitgliedstaaten empfehlen die Ansätze einer integrierten Stadtentwicklungspolitik stärker zu nutzen und besondere Aufmerksamkeit den benachbarten Stadtquartieren im gesamtstädtischen Kontext zu widmen. In der Definition der "Leipzig Charta" handelt es sich bei der integrierten Stadtentwicklung um die gleichzeitige und gerechte Berücksichtigung der für die Entwicklung von Städten relevanten Belange und Interessen. Sie ist, so die Leipzig Charta, eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung der europäischen Nachhaltigkeit, schafft den Interessensausgleich und damit eine tragfähige Konsensbasis zwischen Staat, Regionen, Städten, Bürgern und wirtschaftlichen Akteuren, sorgt für eine bessere Abstimmung zwischen öffentlichen und privaten Investitionen, garantiert größere Planungs- und Investitionssicherheit durch Einbindung und Beteiligung und kann Siedlungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklungen vorausschauend koordinieren.

Im Sinne des Ansatzes einer integrierten Stadtentwicklungspolitik propagiert die Leipzig Charta mit Vehemenz eine Stadt-Umland-Perspektive. "Ziel", so die Charta, "ist eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Stadt und Land und zwischen Klein-, Mittel- und Großstädten innerhalb von Stadt- und Metropolregionen. Die allein auf eine Stadt bezogene Betrachtung stadtentwicklungspolitischer Probleme und Entscheidungen muss überwunden werden.

Gewissermaßen eingerahmt sind die in der Leipziger Charta formulierten Grundsätze und Strategien für Stadtentwicklungspolitik in zwei politische Bekenntnisse zur Bedeutung der Städte in Europa. Die Erklärung der Minister und Ministerinnen beginnt mit der Feststellung, dass die "gewachsenen europäischen Städte jeder Größe ein wertvolles und unersetzbares Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgut" sind. Der letzte Satz in der Charta lautet: "Europa braucht starke und lebenswerte Städte und Regionen."

Der vollständige Text der Leipzig Charta [92 KB] steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Leipzig Charta [50 KB] sind hier ebenfalls als Download bereit gestellt.

Letter of Intent (LOI)

Unverbindliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer, die bestätigt, dass beide Seiten in Verhandlungen über einen Vertragsabschluss stehen. Er begründet jedoch keinerlei Rechtsansprüche.

Leveraged Buy Out

Als Leveraged Buy Out (LBO) wird die Übernahme eines Unternehmens durch außenstehende oder betriebszugehörige Investoren bezeichnet. Kennzeichnend für diese Art des Unternehmenserwerbs ist, dass dafür nur wenige Eigenmittel eingesetzt werden. Der Großteil des für den Unternehmenskauf benötigten Kapitals wird durch Bankkredite und/oder die Emission von Anleihen beschafft. Die Rückzahlung der Kredite und der fälligen Zinsen erfolgt über den Cash-Flow des Unternehmens. Als Kreditsicherheit dienen die Vermögensgegenstände des übernommenen Unternehmens. Oft wird das Unternehmen in einzelne Teile zerschlagen, die dann verkauft werden. Die Differenz zwischen Erlösen und dem Kaufpreis für das komplette Unternehmen ist dann der Gewinn der Investoren.

Leverage Effekt

Kann ein Anleger Fremdkapital zu geringeren Zinsen oder günstigeren Konditionen aufnehmen als er mit einem Investment an Rendite erzielt, so spricht man von einen Leverage-Effekt. Hat ein Investor z.B. 100.000 Euro und erzielt eine 5 %ige Rendite (5.000 Euro), so entsteht ein Leverage-Effekt, wenn er 50.000 Euro Fremdkapital zu 3 % (1.500 Euro Zinsen) bekommen kann. Die Differenz aus Zinsaufwand von 1.500 Euro und der zusätzlichen Rendite (5 % auf 50.000 Euro für zusätzlich eingesetztes Fremdkapital) 2.500 Euro ergibt den Leverageeffekt in Höhe von 1.000 Euro oder 2 % auf sein eingesetztes Kapital.
Die Leverage-Formel beschreibt diesen Effekt und hat folgende Form:

rEK = rGK + (FK/EK) x (rGK - rFK)

Dabei bezeichnen rEK und rGK die Renditen des Eigen- (EK) und Gesamtkapitals (GK), rFK die Verzinsung des Fremdkapitals (FK). Der Quotient FK/EK wird als Verschuldungsgrad bezeichnet. Hierbei geben FK und EK nicht den Bilanz- sondern den Marktwert des Kapitals an. Bei Aktiengesellschaften entspricht dies für den Eigenkapitalmarktwert dem Börsenwert aller Aktien des Unternehmens.

LIBOR

siehe variabler Zins

Liquidationswert

Beim Liquidationswert wird geschätzt, welche Verkaufserlöse die Wirtschaftsgüter erzielen können, wenn sie einzeln verkauft werden. Es ist offensichtlich, dass hierbei viele wertsteigernde Faktoren außer acht gelassen werden. Angewendet wird das Verfahren nur bei chronisch unrentablen Betrieben. Der Liquidationswert stellt daher die absolute Wertuntergrenze des Unternehmens dar.

Liquidität

ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern jederzeit fristgerecht und betragsgenau nachzukommen. Sie ist für jedes Unternehmen von großer Bedeutung, da der Umstand einer Zahlungsunfähigkeit zur Insolvenz führt.
Zudem bezeichnet Liquidität die Eigenschaft eines Zahlungsmittels, schnell in flüssige Mittel, wie vor allem in Bargeld, umgewandelt werden zu können.
"Liquidität ist wertvoller als Vermögen!"

Lombardfähigkeit

bezeichnet die Eigenschaft eines Wertpapieres, beleihbar zu sein.

Lombardsatz

Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank den Banken Kredite gegen Verpfändung von Wertpapierbeständen gewährte. Die Banken erhielten hierdurch die Möglichkeit, sich von der Deutschen Bundesbank kurzfristig Geld zu beschaffen. Der Lombardsatz lag i.d.R. einhundert Basispunkte über dem Diskontsatz.
Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Spitzenrefinanzierungsfazilität (SRF) den Lombardsatz abgelöst.

London Rules

Verhaltenskodex von an der Sanierung eines Unternehmens beteiligten Gläubigerbanken, der insbesondere Transparenz, Fairness und Integrität aller Beteiligter festschreibt.

 




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